Medikamentensucht im Alter


Jeder Dritte ist gefährdet
Medikamentensucht im Alter

Jeder Dritte der Generation 60plus, dem im vergangenen Jahr Schlaf- und Beruhigungsmittel verordnet wurden, ist potentiell suchtgefährdet. Das ergab eine Auswertung von Versichertendaten der Kaufmännische Krankenkasse (KKH). Die Experten raten dazu, den behandelnden Arzt nach Alternativen zur Dauermedikation zu fragen.

Nur vorübergehend zu Schlaf- und Beruhigungsmitteln greifen

Medikamentenabhängigkeit im Alter ist ein unterschätztes Problem. Etwa 1,3 Millionen Menschen in Deutschland sind von Arzneimitteln abhängig, vermuten die Experten der KKH. Der Großteil ist 60 Jahre und älter. Vor allem Schlaf- und Beruhigungsmittel haben ein hohes Suchtpotenzial. Bei chronischer Einnahme von mehr als zwei bis drei Monaten besteht das Risiko, körperlich und/oder psychisch davon abhängig zu werden. „Länger als vier Wochen sollten sie daher in der Regel nicht eingenommen werden“, rät Dr. Peter Moormann, Apotheker bei der KKH. Eine Auswertung von Versichertendaten der KKH ergab, dass jeder dritte Versicherte mit einem Alter über 60 Jahren, dem im letzen Jahr Schlaf- oder Beruhigungsmittel verordnet wurden, gefährdet ist, eine Medikamentenabhängigkeit zu entwickeln. Da etliche Schlaf- und Beruhigungsmittel zudem auf Privatrezept erhältlich sind, ist von einer noch höheren Zahl Betroffener auszugehen.

Bei Dauereinnahme Arzt nach Alternativen fragen

Wichtig zu wissen: Einige Medikamente werden im Körper älterer Menschen langsamer abgebaut. Auch das Nervensystem reagiert bei älteren Menschen auf bestimmte Wirkstoffe sensibler als bei Jüngeren. KKH-Apotheker Moormann rät deshalb vor allem älteren Patienten: „Wer ein suchtförderndes Arzneimittel dauerhaft einnimmt, sollte mit seinem Arzt sprechen, ob es Alternativen zum verordneten Präparat gibt. Das gilt vor allem bei Einnahme weiterer Arzneien.“ Hilfreich kann ein Blick in die sogenannte Priscus-Liste sein. Darin sind alle Arzneimittel angeführt, die für Ältere problematische Wirkstoffe enthalten. Zusätzlich empfiehlt sich ein Gespräch mit einem Apotheker über die Dosierung potentiell suchterzeugender Mittel sowie deren Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten.

Eine Suchterkrankung im Alter zu erkennen, ist oft schwierig, denn damit einhergehende Symptome wie Kreislaufprobleme oder Antriebslosigkeit werden oft dem Altern zugeschrieben. Die Abhängigkeit zu überwinden, ist mit Hilfe von Ärzten und Therapeuten in der Regel gut möglich.

Aktuelle Angebote Ihrer Hörschbach-Apotheke Murrhardt

News

Schwangerschaft: Besser weniger sitzen
Schwangerschaft: Besser weniger sitzen

Reduziert Risiken

Bewegung in der Schwangerschaft ist gesund – da sind sich Fachleute einig. Doch wie viel Anstrengung ist nötig, damit sich die Bewegung positiv auf die Schwangerschaft auswirkt?   mehr

Was helfen Laser & Co gegen Nagelpilz?
Was helfen Laser & Co gegen Nagelpilz?

Laser, Kaltplasma oder Teebaumöl

Nagelpilz ist hartnäckig und die Behandlung mit antibiotischem Nagellack dauert oft lange. Deshalb greifen Betroffene häufig zu Alternativen. Doch was können Laser & Co. sowie die vielen gegen Nagelpilz angepriesenen Hausmittel?   mehr

Kortisonspray schadet dem Baby nicht
Kortisonspray schadet dem Baby nicht

Asthma während Schwangerschaft

Schwangere mit Asthma scheuen sich oft davor, ihr Kortisonspray zu benutzen. Sie haben Angst, dass das dem Ungeboren schadet. Doch offenbar nutzt das Spray nicht nur der Mutter, sondern auch dem Kind.   mehr

Tipps gegen Reisedurchfall
Tipps gegen Reisedurchfall

Ungetrübte Urlaubsfreuden

Reisedurchfall kann den Urlaub richtig vermiesen. Zum Glück gibt es Möglichkeiten, ihm vorzubeugen. Und hat es einen trotzdem erwischt, kann man sich oft selbst helfen.   mehr

Auch E-Bike fahren macht fit
Auch E-Bike fahren macht fit

Von wegen gemütlich

E-Biken ist nur was für schlappe Faulenzer*innen? Von wegen: Das Radeln mit Elektromotor fordert Herz und Muskeln fast ebenso stark wie normales Radfahren.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Hörschbach-Apotheke Murrhardt
Inhaber Kai Uwe Hermann
Telefon 07192 / 90 09 17
Fax 07192 / 52 29
E-Mail info@hoerschbach-apotheke.de