Tierische Wirkstoffe


Viele Wirkstoffe stammen von Tieren
Tierische Wirkstoffe
Lool/ Fotolia
Schlangen haben es in sich – Gift, das tötet, aber auch heilt.

Obwohl Bienen, Läuse und Schlangen sehr verschieden sind, haben sie etwas gemeinsam: Sie liefern wichtige Arznei- und Zusatzstoffe für Medikamente. Die Palette ist bunt und vielseitig.

Honig gegen Erkältung

Üblicherweise landet der Bienensaft auf Toast und Brötchen. Wenn es im Hals kratzt oder der Husten quält aber auch in Fencheltee oder heißer Milch. Und das mit gutem Grund, denn Honig löst Schleim und lindert Halsschmerzen. Daher steckt Honig vor allem in Hustensaft und Lutschtabletten. Zudem süßt er die herben Säfte und Pastillen, damit sie auch Kindern schmecken.
Schellack zum äußeren Schutz
Schellack steckt nicht nur in alten Schallplatten und Möbellacken, sondern ist auch in der Medizin ein wichtiger Zusatzstoff. Insbesondere Tabletten, die den Magen unbeschadet  passieren sollen, werden mit Schellack überzogen. Die so gewachsten Tabletten sind geschützt vor der Magensäure.

Schellack ist ein harzartiges Sekret, das weibliche Lackschildläuse abgeben. Sie leben auf Bäumen in Südostasien. Aus den Adern der Bäume saugen die Läuse Pflanzensaft, den sie schließlich in Schellack umwandeln und wieder abgeben. Neben Tabletten werden auch Lebensmittel mit diesem Harz überzogen. Schokoladendragees etwa bekommen so ihren Glanz und Äpfel oder Orangen ihre Wachsschale, die sie vor dem Austrocknen schützt.
Gesunde Gifte

Schlangengifte sind gefährlich, aber in niedrigen Dosen können sie auch heilen. Sie senken den Blutdruck, lindern Schmerzen und hemmen Entzündungen. Außerdem fördern oder hemmen sie die Blutgerinnung, je nach ihren Eigenschaften. Ersteres nützt etwa, um Wunden schnell zu verschließen und letzteres, um Blutgerinnseln und Schlaganfällen vorzubeugen. Auch verringern Schlangengifte Schmerzen bei Gelenkerkrankungen. So wird etwa bei <sondertextlink>26k01|Rheuma</sondertextlink> und <sondertextlink>26t07|Arthritis</sondertextlink> eine Mischung der Gifte von Kobra, Klapperschlange und Sandviper eingesetzt.

Um die Gifte zu gewinnen, werden Schlangen gemolken: Ihre Zähne werden in eine dünne Haut gedrückt und die Drüsen massiert. Das Gift wird gesammelt, tiefgefroren und zu Granulat zermahlen, das dann in vielen Medikamenten landet.

Schlangen, Läuse und Bienen sind nicht die einzigen Arzneistoffspender. Auch Fliegen, Fische, Rinder, Hühner oder Mäuse tragen dazu bei, dass Medikamente menschliche Krankheiten heilen können.

Aktuelle Angebote Ihrer Hörschbach-Apotheke Murrhardt

News

Was ist dran am Proteinhype?
Frau sitzt auf Trainingsmatte und bereitet sich einen Protein-Shake zu.

Joghurt mit Eiweiß bitte

Joghurt mit High Protein, Schokolade mit Protein, oder gleich ein ganzes Regal mit Proteinshakes – Lebensmittel mit Proteinzusatz sind aus den Supermarktregalen nicht mehr wegzudenken. Die Versprechen der Industrie sind groß: Wer mehr Proteine isst, nimmt ab, Proteine machen Muskeln und Veganer*innen sind vom Mangel bedroht. Stimmt das?   mehr

Weniger Muskeln durch die Abnehmspritze?
Weniger Muskeln durch die Abnehmspritze?

Überlegt abnehmen

Wer abnimmt, verliert nicht nur Fett. Der Gewichtsverlust geht oft auch mit einem Verlust an Muskelgewebe einher. Dieser Effekt scheint auch bei der Abnehmspritze ausgeprägt zu sein.    mehr

Behörde warnt vor Longevity-Infusionen
Behörde warnt vor Longevity-Infusionen

Fragwürdige Vitamincocktails

Infusionen mit Vitaminen und Aminosäuren gelten auf Social Media als neuer Gesundheitstrend. Unter Schlagworten wie „Longevity“ oder „Biohacking“ werden mehr Schönheit, Energie und gesundes Altern versprochen. Fachleute warnen jedoch vor unterschätzten Risiken.   mehr

Vorsicht in der Höhe mit Kindern
Vorsicht in der Höhe mit Kindern

Gesundes Bergwandern

Wandern in den Bergen ist bei vielen Familien beliebt. Doch ab 2500 m warten neben der intensiven Sonneneinstrahlung auch andere Herausforderungen auf den Körper. Vor allem vor der Höhenkrankheit muss man Kinder schützen.   mehr

Vor Sonne und Stichen schützen

Mann steht vor Palmen und sprüht sich ein Mückenschutzmittel auf den Unterarm.

Sommerliche Herausforderung

Im Sommer möchte man sich meist sowohl vor Mücken als auch vor Sonnenbrand schützen. Was ist dabei zu beachten?   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Hörschbach-Apotheke Murrhardt
Inhaber Kai Uwe Hermann
Telefon 07192 / 90 09 17
Fax 07192 / 52 29
E-Mail info@hoerschbach-apotheke.de